Cris weiß wie · 6 Min. Lesezeit

Bei Hitze genug trinken – gemeinsam statt mit Druck

Kinder vergessen beim Spielen leicht das Trinken. Ältere Menschen verspüren oft weniger Durst — das heißt nicht automatisch, dass genug getrunken wurde. Gemeinsame Trinkpausen können helfen, ohne jemanden zu bevormunden oder zu kontrollieren.

Symbolbild: Cris richtet an einem heißen Tag Wasser, Gläser und Obst für eine gemeinsame Trinkpause her.
KI-generiertes Symbolbild · © CrisAssistant

KI-unterstützt · Quellen geprüft
Geprüft durch CrisA-Redaktion am 28.09.2026

Das nimmst du mit

  • Biete passende Getränke regelmäßig an, statt jemanden zum Trinken zu drängen oder ständig nachzufragen.
  • Gemeinsame Trinkpausen, feste Zeitpunkte und gut erreichbare Getränke helfen besonders Kindern und älteren Menschen, das Trinken nicht zu vergessen.
  • Bei Herz- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Demenz oder der Einnahme bestimmter Medikamente gilt nur die individuelle ärztliche Trinkempfehlung — keine allgemeine Angabe.

Fragen statt drängen

Frage, was die Person gern trinkt und ob das Getränk lieber kühl oder zimmerwarm sein soll — kühl eignet sich besser als eiskalt. Zwei passende Optionen reichen meist aus, zum Beispiel stilles Wasser, ungesüßter Früchte- oder Kräutertee oder eine Saftschorle.

Die Frage „Machen wir kurz eine Trinkpause?“ klingt freundlicher als „Du hast schon wieder nichts getrunken.“ Trink selbst mit. So wird aus dem Drängen ein gemeinsames Erlebnis — auch wenn noch kein Durstgefühl da ist.

Was hilft, Trinkpausen einzuhalten und nicht zu vergessen?

  • Überlege gemeinsam, welches Zeichen euch an eine Trinkpause erinnern könnte. Das kann z. B. ein bestimmter Untersetzer auf dem Küchentisch sein, ein Glas-Emoji im Familienchat oder eine Erinnerungsnotiz am Kühlschrank.
  • Gemeinsames Vorbereiten macht Spaß und hilft später, die vorbereiteten Getränke nicht zu vergessen. Eine Person füllt z. B. die Behälter, eine andere gibt Kräuter, Gurke oder Obst dazu, wenn alle das mögen.
  • Jeder wählt selbst sein eigenes Glas oder seine eigene Flasche aus — gerade Kindern fällt es leichter, aus dem Lieblingsgefäß zu trinken.
  • Auch benötigen Kinder und Kleinkinder, die bereits selbstständig trinken, häufigere Trinkpausen als die meisten Erwachsenen. Plant dies am besten bereits morgens in euren Tagesablauf mit ein.
  • Vermeide Vergleiche mit anderen, z. B. Geschwisterkindern — jedes Kind ist individuell.

Feste Rituale helfen

Trinkpausen bleiben präsent, wenn sie an feste Tageszeiten gebunden sind: nach dem Aufstehen, zu den Mahlzeiten, nach dem Heimkommen oder vor einem Spaziergang. So muss nicht ständig jemand nachfragen.

Stell Getränke sichtbar und gut erreichbar hin. Wasserreiches Obst und Gemüse oder eine Suppe liefern zusätzlich Flüssigkeit, ersetzen das Trinken aber nicht vollständig. Meide alkoholische, koffeinhaltige und stark gezuckerte Getränke — sie belasten den Kreislauf zusätzlich.

Säuglinge und Stillende

Stillst du dein Baby, braucht es in den ersten Lebensmonaten kein zusätzliches Wasser — auch nicht bei Hitze. Biete die Brust häufiger an. Trinke selbst ausreichend und achte darauf, ob dein Baby Anzeichen von Überhitzung wie Schlappheit oder Fieber zeigt. Dann solltest du direkt ärztlichen Rat suchen.

Bei Flaschennahrung oder älteren Säuglingen gilt: orientiere dich an den Empfehlungen deiner Kinderärztin oder deines Kinderarztes — nicht an Regelungen für Erwachsene.

Bei Vorerkrankungen ärztlichen Rat beachten

Bei Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Demenz oder Medikamenten wie Wassertabletten kann die richtige Trinkmenge bei Hitze individuell sehr unterschiedlich sein — manchmal mehr, manchmal weniger als sonst. Sprich das zu Beginn des Sommers mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ab; halte dich an einen vereinbarten Trinkplan, nicht an pauschale Ratschläge.

Ungewöhnliche Schwäche, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder Fieber können Warnzeichen sein. Bringe die Person aus der Hitze, lockere enge Kleidung und versuche, Abkühlung zu verschaffen, z. B. mit feuchten Tüchern. Gib nichts zu trinken, wenn die Person bewusstlos ist, stark benommen wirkt oder nicht sicher schlucken kann. Rufe bei Bewusstlosigkeit oder starker Verwirrtheit den Notruf (in Deutschland 112). Der ärztliche Bereitschaftsdienst steht z. B. außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxis auch bei anderen Symptomen unter der 116 117 zur Verfügung.

Quellen und Hinweise

Quellenstand: 2026-07-30 · Wiedervorlage: 2027-01-30

Eigenständiger CrisAssistant-Artikel in eigenen Worten. Die Quellen sind den Aussagen zugeordnet; eine fachliche Freigabe steht noch aus.

  1. BIÖG — Klima — Mensch — Gesundheit · Tipps für Eltern von Babys und Kleinkindern · abgerufen 04.08.2026

    Am 04.08.2026 erreichbar; die genannten Aussagen wurden mit dem verlinkten Inhalt abgeglichen.

  2. gesund.bund.de · Hitze: Ältere und pflegebedürftige Menschen schützen · abgerufen 04.08.2026

    Am 04.08.2026 erreichbar; die genannten Aussagen wurden mit dem verlinkten Inhalt abgeglichen.

  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) · Essen und Trinken bei Hitze · abgerufen 04.08.2026

    Am 04.08.2026 erreichbar; die genannten Aussagen wurden mit dem verlinkten Inhalt abgeglichen.

  4. gesund.bund.de · Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit · abgerufen 04.08.2026

    Am 04.08.2026 erreichbar; die genannten Aussagen wurden mit dem verlinkten Inhalt abgeglichen.